Von Einweg zu Mehrweg: Wie INGA vier Peaks pro Jahr und Private Sales mit Tausenden Bestellungen an einem einzigen Tag abfedert

Von Einweg zu Mehrweg: Wie INGA vier Peaks pro Jahr und Private Sales mit Tausenden Bestellungen an einem einzigen Tag abfedert

Mit KI zusammenfassen:

INGA entstand 2022 aus einer einfachen Beobachtung: Das Putzen ist eine der letzten Bastionen der Wegwerfprodukte. Die Marke verkauft waschbare Schwämme, mit einer Mission, die sich seit dem ersten Tag nicht verändert hat: möglichst viele Menschen dazu zu bringen, von Einweg auf Mehrweg umzusteigen. Heute ist INGA die Referenz in ihrem Markt und in puncto Reinigungsleistung die Nummer 1. Die zu 100% digital gestartete Marke ist inzwischen auch im Lebensmitteleinzelhandel und im Fachhandel gelistet und versendet allein über ihre E-Commerce-Kanäle mehr als 110.000 Bestellungen pro Jahr.

Seit 2023 wickelt Bigblue sämtliche Bestellungen des Onlineshops (Shopify) sowie die Private Sales ab. Ein Perimeter, der eine hohe Volatilität verlangt: vier große Aktionszeiträume pro Jahr, 24-Stunden-Flash-Sales, Produkt-Launches und Private-Sale-Aktionen, die Tausende Bestellungen an einem einzigen Tag bündeln. Von einer Woche zur nächsten kann sich das Bestellvolumen verfünffachen, ohne dass Lieferperformance oder Kundenkommunikation darunter leiden: 97% der Bestellungen werden pünktlich geliefert, die Kundenzufriedenheit liegt bei 94%.

Ein Alltagsprodukt begehrenswert machen, das bisher niemand zeigen wollte

Christophe Terrin hat INGA gemeinsam mit Benjamin Birr gegründet und ist heute Digital Director der Marke.

„Die Mission von INGA war es, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, von Einweg auf Mehrweg umzusteigen. Und dazu gehört ein Produkt, das nachhaltig ist – klar –, aber eben auch effizient, praktisch, wirtschaftlich und hygienisch: ein gutes Produkt und nicht nur ein ökologisches.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Den Rest macht die Markenwelt aus: kräftige Farben, ein augenzwinkernder Tonfall, Leoparden-Schwämme, die sich hervorragend verkaufen, und eine Herbst-Winter-Kollektion in Terrakotta und Khaki. So wird ein Alltagsprodukt begehrenswert, das es vorher nie war – ohne je in engen Zielgruppen zu denken: INGA verfolgt bewusst einen Massenmarkt-Anspruch, ein Produkt, „das allen gefallen kann“.

„Lust machen heißt auch: ein Produkt, das man stolz in der Küche stehen lässt, während man einen Schwamm sonst eher verstecken möchte.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Die Marke startete zu 100% digital – aus der Überzeugung heraus, dass dies der beste Weg ist, um den Markt zu testen, zu validieren und Bekanntheit aufzubauen, bevor man im stationären Handel nach Volumen sucht. Drei Jahre später spielt Digital weiterhin eine zentrale Rolle für die Marke: Hier bringt INGA neue Produkte auf den Markt, behält die volle Kontrolle über die Kommunikation und bleibt in direktem Kontakt mit den Kundinnen und Kunden. Genau das macht das Geschäft aber auch strukturell volatil: Jeder Launch, jeder Test und jeder Aktionszeitraum schlägt sofort als Bestellspitze durch.

Die Entscheidung für Bigblue: E-Commerce-Expertise und eine Beziehung, die hält

Als INGA einen neuen Partner für die E-Commerce-Logistik suchte, ging es nicht allein um ein Lager, sondern um einen Logistikpartner, der mit einer Marke Schritt hält, die einen großen Teil ihrer Aktivität auf wenige Peaks konzentriert – und der gemeinsam mit ihr ein Liefererlebnis aufbaut, das dem Markenversprechen entspricht.

„Was uns bei Bigblue besonders überzeugt hat, war echte E-Commerce-Expertise, mit Funktionen wie der Anzeige des Liefertermins und der Auswahl des Paketshops direkt im Checkout.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Das zweite Kriterium war die Zusammenarbeit selbst: Wo andere Anbieter „ziemlich starr“ wirkten, erlebte das Team bei Bigblue deutlich mehr Flexibilität und Agilität im Tagesgeschäft – was umso mehr zählt, wenn eine einzige Aktion die Größenordnung der Volumina von einer Woche auf die andere verändert. Drei Jahre später ist genau das der Grund, warum das Team geblieben ist.

„Was ich an der Zusammenarbeit besonders schätze: Sobald wir ein Problem haben, gibt es in der Regel eine Lösung. Diese Flexibilität und die Qualität der Beziehung zu den verschiedenen Account Managern.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Von der Bestellvorbereitung bis zur Auswahl des Paketdienstes: alle E-Commerce-Abläufe an einem Ort

Bigblue wickelt sowohl die Bestellungen aus dem Shop von INGA als auch die der Private-Sale-Plattformen ab – was bedeutet, dass teils mehrere Tausend Bestellungen an einem einzigen Tag bearbeitet werden.

Ein einziger Bestand im Bigblue-Lager in Évreux versorgt all diese Kanäle: Bestellungen aus dem Shop und aus Private Sales werden am selben Ort kommissioniert, versendet und nachverfolgt. Diese Zentralisierung macht es möglich, eine Private-Sale-Aktion aufzufangen, ohne zwischen den Kanälen abwägen oder Bestand für einen Peak einfrieren zu müssen.

INGA und Bigblue haben außerdem gemeinsam an der Versandstrategie gearbeitet, um mehr Lieferungen in Paketshops zu lenken – getestet wurde dafür die Darstellung der Lieferoptionen auf der Website und in der Bigblue-App.

„Ein Projekt, das wir zusammen umgesetzt haben, war die Verschiebung unseres Versandmixes von 30% auf 70% Paketshop, mit A/B-Tests auf der Website und in der Bigblue-App. Das war ein echtes Thema der Versandstrategie, mit direktem Einfluss auf unsere Wirtschaftlichkeit. Heute liegen wir zwischen 60 und 70%: Wir haben den Mix komplett umgedreht.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Ein zentraler Bestand, gebündelte Abläufe und eine klare Versandstrategie sorgen dafür, dass die Marke heute 97% ihrer Bestellungen innerhalb der angekündigten Frist liefert – bei durchschnittlich 2,3 Tagen zwischen Bestellung und Lieferung, in ruhigen Wochen ebenso wie mitten in einer Aktion.

Vier Peaks pro Jahr und Bestellvolumen, die sich von Woche zu Woche verfünffachen können

INGA veranstaltet vier große Aktionszeiträume pro Jahr, bringt jedes Jahr mehrere neue Produkte auf den Markt und führt regelmäßig Flash-Sales auf Private-Sale-Plattformen wie Choose durch. Diese Peaks sind fester Bestandteil des Wachstumsmodells der Marke. Jeder von ihnen kann das wöchentliche Bestellvolumen verfünffachen – teilweise konzentriert auf einen einzigen Tag.

„Genau da ist es angenehm, einen starken Logistikpartner zu haben: Wir können sagen, okay, diese Woche machen wir 1.000 Bestellungen und nächste Woche 5.000 – und wir wollen keine Verzögerungen in der Auftragsabwicklung. Dafür braucht man einen Partner, der flexibel und organisiert genug ist, um solche Schwankungen aufzufangen.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Diese Aktionszeiträume machen einen erheblichen Teil des Jahresumsatzes aus. In diesem Jahr baut die Marke ihr Weihnachtsgeschäft weiter aus: mit einem erweiterten Sortiment, eigenen Weihnachtsschwämmen und überarbeiteten Geschenksets sowie einem Black Friday, dessen Prognosen und Bestände frühzeitig mit Bigblue vorbereitet werden.

Eine Post-Purchase-Experience, die Kunden beruhigt und Rückläufer reduziert

Für INGA ist die Priorität nach dem Kauf eindeutig: Kundinnen und Kunden bis zum Erhalt der Bestellung informiert halten – auch an Tagen, an denen mehrere Tausend Pakete gleichzeitig rausgehen.

„Das Wichtigste ist für mich, sicherzustellen, dass die Kundin oder der Kunde – über welchen Kanal auch immer – weiß, wann das Produkt ankommt und ob es angekommen ist.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Die Journey ist durchgängig ausgestattet, und jeder Baustein beantwortet eine konkrete Frage. Zuerst wählen Kundinnen und Kunden mit Maple ihren Paketshop noch vor der Bezahlung. Tracking-E-Mails und die Trackingseite halten sie anschließend auf dem Laufenden, ohne dass sie die Marke kontaktieren müssen: Nur 0,8% der Bestellungen lösen eine Supportanfrage aus, gegenüber rund 2% im E-Commerce-Durchschnitt. Die in die Trackingseite integrierte FAQ beantwortet die häufigsten Fragen und spart jeden Monat knapp 40 Stunden Bearbeitungszeit. Und für alle, die ihre Mails selten lesen, wurde mit Wax ein WhatsApp-Tracking eingerichtet.

„Die Erinnerungs-E-Mails, mit denen Kunden ihr Paket im Paketshop abholen und Rückläufer vermieden werden, machen wirklich einen Unterschied: Ein Rückläufer kostet sehr viel Geld.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Allein diese Erinnerungen verhindern mehr als 1.100 Rückläufer pro Monat. Die Bigblue-App ist zudem mit den Tools der Marke verbunden: Der Bestellstatus läuft in Klaviyo ein, sodass die E-Mail mit der Produktanleitung erst beim Erhalt des Pakets verschickt wird und nicht beim Kauf. Gorgias übernimmt den Kundensupport, und ein maßgeschneiderter wöchentlicher Export der Verkäufe nach Kanal speist die Prognosen.

„Den nächsten Schritt mitdenken“: Christophes Rat an wachsende Marken

Logistik gehört selten zum ursprünglichen Aufgabenbereich einer Gründerin oder eines Gründers. Auf die Frage, worauf man bei der Wahl eines Dienstleisters achten sollte, nennt Christophe weder den Preis noch die aktuelle Performance, sondern die Fähigkeit, langfristig mitzuhalten:

„Mein wichtigster Rat wäre, den nächsten Schritt mitzudenken. Ein Dienstleister kann zu einem bestimmten Zeitpunkt perfekt sein – dieser Zeitpunkt ist: Ich mache 30 Bestellungen pro Tag – und trotzdem nicht mithalten können, sobald die Marke wächst. Und den Logistikdienstleister zu wechseln ist schmerzhaft: Besser gleich den richtigen Partner wählen.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

Sein zweites Kriterium wird deutlich seltener genannt: die finanzielle Stabilität des Partners, damit man nicht mitten in der Saison dessen Ausfall managen muss. Für INGA steht fest, was als Nächstes kommt: weitere Launches, weitere Aktionszeiträume, weitere Private Sales – und eine Logistik, die diesem Rhythmus folgen muss.

„Unsere größte Herausforderung in den kommenden Monaten ist es, unsere Launches erfolgreich umzusetzen. Bigblue spielt dabei eine entscheidende Rolle: der richtige Bestand und die richtigen Prognosen.“Christophe Terrin, Mitbegründer und Digital Director bei INGA

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